Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig https://www.schwarzaufweiss-internet.de Grafikdesign und Projektmanagement Sat, 12 Oct 2019 14:33:43 +0000 de-DE hourly 1 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-favicon-32x32.jpg Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig https://www.schwarzaufweiss-internet.de 32 32 Meine Abenteuer beim Übersetzen, 25: Ich habe Gedichte übersetzt! https://www.schwarzaufweiss-internet.de/meine-abenteuer-beim-uebersetzen-25-ich-habe-gedichte-uebersetzt https://www.schwarzaufweiss-internet.de/meine-abenteuer-beim-uebersetzen-25-ich-habe-gedichte-uebersetzt#respond Sat, 12 Oct 2019 12:36:51 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=6014 […]]]> Und das tu ich selten. Ich meine jetzt nicht kleine Verse, die in einem Prosatext auftauchen und mitübersetzt werden müssen. Die sind dann aber von der poetisch ebenso wenig befähigten Verfasserin des Prosawerkes und von dieser Güte: „Die Zeit mit dir war viel zu kurz. Die Krankheit ist ein mieser Furz.“ Ich lege hier Wert auf die Feststellung, dass Versmaß, Reim und die Intention des Ausgangsverses perfekt beibehalten wurden, was nicht immer gelingt.

Das ist es eben gerade. Gedichte sind so schwierig, entweder reimen sie sich, dann dürfen sie aber in der Übersetzung nicht nach „Reim dich oder ich fress dich“ klingen. Oder sie sind in einem komplizierten Versmaß, haben einen zeilenübergreifenden Rhythmus, und zudem haben wir ja alle in der Schule gelernt, dass „der Dichter“ uns was sagen will und sich bei jedem Wort etwas denkt. Im Leben nach der Schule haben wir dann gelernt, dass das meiste, was wir in der Schule gelernt haben, kompletter Unsinn war, und dieses Wissen ist auch beim Gedichteübersetzen eine Hilfe.

Bergen 1768 – Foto © Commons Wikipedia

Hier geht es nun um Gedichte aus der Stadt Bergen. Bergen ist Norwegens zweitgrößte Stadt, liegt an der Westküste, schaut aufs offene Meer, war schon eine große Handelsmetropole, als die heutige Hauptstadt Oslo noch ein Kuhkaff war (so sieht es aus Bergenser Sicht aus). Mehrere Jahrhunderte lang haben sich die dortigen Kaufleute um Aufnahme in die Hanse beworben, kamen aber über den Bewerberstatus nie hinaus. 1392 segelte Klaus Störtebeker in den Hafen, ging mit seinen Likedeelern an Land, blieb ungefähr eine halbe Stunde und legte schnell vor der Abreise noch alles in Schutt und Asche. Warum, ist bis heute unbekannt. Unbekannt ist auch, warum die Leute in Bergen und um Bergen herum das R nicht rollen, wie in vielen anderen Gegenden Norwegens. Eine Behauptung ist, das hätten sie so von den norddeutschen Kaufleuten übernommen, aber in den niederdeutschen Dialekten wurde damals das R auch noch gerollt. Wir sehen, Bergen ist eine Stadt voller Geheimnisse.

Cecilie Løveid – Foto © privat

Und deshalb wird dort natürlich auch gedichtet. In Bergen lebt Cecilie Løveid, die Gedichte schreibt, Schauspiele, vor allem vielfach preisgekrönte Hörspiele … und auch Prosa, ein bisschen von ihr wurde auch übersetzt, viel zu wenig, das ist aber schon lange her, viel zu lange. Als Cecilie Løveid vor einigen Jahren fragte, ob ich ihr Gedicht „Strafe“ übersetzen könnte, wollte ich natürlich ausrufen: Nein! Das kann ich nicht! Poesie ist viel zu schwierig!, aber ich weiß nicht mal, ob ich das nicht zugeben wollte oder ob mich die Herausforderung reizte. Jedenfalls: Ich hab es versucht. Und alle waren zufrieden, vor allem die Dichterin.

Nun aber, weil Norwegen Gastland der Frankfurter Buchmesse ist und die Hauptstadt Oslo gewaltig wichtig tut, wollte Bergen klarstellen, dass sie auch noch da sind. Und deshalb gibt es zur Buchmesse ein Buch mit „12 literarischen Stimmen aus Bergen“. Das sind die Stimmen: Henning H. Bergsvåg, Carina Elisabeth Bedari, Tomas Espedal, Gunnhild Øyehaug, Frode Grytten, Fredrik Hagen, Cesilie Holck, Hildegunn Dale, Pedro Carmona-Alvarez, Katrine Heiberg, Siw-Anita Kirketeig, Yngve Pedersen, Erlend O. Nødtvedt und Cecilie Løveid (in der Reihenfolge ihres Auftretens), und nun fragte Cecilie Løveid, ob ich ihre Gedichte übersetzen wollte. Und ob ich wollte! Es geht vor allem darin um einen Umzug, man kann das auch alles im übertragenen Sinn und bildlich verstehen, muss aber nicht, und es gibt so grandiose Sätze wie: „Wir sind zu dem Punkt im Leben gekommen, wo wir es nicht mehr nötig haben, Schwimmfüße zu waschen, ehe wir sie einpacken.“ Es kommt auch ein Wichtel vor, der im Möbelwagen hockt, und hier geriet ich ins Nachdenken. Ist es ein Wichtel, ein Zwerg, ein Kobold, es gibt noch ungefähr ein Dutzend weiterer Möglichkeiten, bei Jacob Grimm sind sie alle aufgeführt und definiert, und als studierte Volkskundlerin legte ich Wert auf die korrekte Bezeichnung. Aber das hier ist Poesie, keine  Feldstudie. Und also ist es viel wichtiger, was sich die Autorin vorgestellt hat! Die Autorin kann ziemlich gut Deutsch und meinte, ob nicht Zwerg oder Schlumpf eine Möglichkeit seien. Ich beschrieb, was für Assoziationen sich mit Zwerg und Schlumpf verbinden und hatte meinen Auftritt als Wichtel-Advokatin. Es blieb beim Wichtel. Und Cecilie Løveid sagte: „Unglaublich, was alles in einem Wort liegen kann.“ Sie als gefeierte Poetin muß das schließlich wissen!

Das Wichtelgedicht steht im Buch. Und auch das Gedicht „Strafe“ (in dem es darum geht, welche Strafe für den Massenmörder Anders Bering Breivik wirklich angemessen wäre). Und bei den anderen, die für dieses Buch übersetzt haben, ist eine ganz neue Übersetzerin dabei: Pia Camphausen, und es freut mich wahnsinnig, unsere Namen gleich hintereinander zu lesen, weil wir nämlich verwandt sind, und so bleibt alles in der Familie.

Das Buch: Hinter dem Regen. 12 literarische Stimmen aus Bergen. Hrsg. von Bergen Kommune

Cecilie Løveid auf Deutsch: Sog oder das Meer unter den Brettern, Claassen Verlag, 1984
und: Dame mit Hermelin, Popa Verlag, 1986, beide übersetzt von Astrid Arz

 

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

]]>
https://www.schwarzaufweiss-internet.de/meine-abenteuer-beim-uebersetzen-25-ich-habe-gedichte-uebersetzt/feed 0
Franz Grieser: „Nachhaltiges Leben bedeutet auch, verantwortungsvoll und achtsam mit mir selbst umzugehen“ – Interview von Evelyn Kuttig https://www.schwarzaufweiss-internet.de/franz-grieser-nachhaltiges-leben-bedeutet-auch-verantwortungsvoll-und-achtsam-mit-mir-selbst-umzugehen-interview-von-evelyn-kuttig https://www.schwarzaufweiss-internet.de/franz-grieser-nachhaltiges-leben-bedeutet-auch-verantwortungsvoll-und-achtsam-mit-mir-selbst-umzugehen-interview-von-evelyn-kuttig#respond Thu, 03 Oct 2019 21:33:58 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5982 […]]]>
Franz Grieser – Foto © Christian Weber

Franz Grieser habe ich vor drei Jahren über gemeinsame Freunde kennengelernt, seither sind wir in Kontakt. Franz arbeitet als Buchautor, Journalist, Schreib-Coach und Gestalttherapeut.

Gerade ist sein neuestes Buch beim oekom Verlag erschienen: Meine Reise nach Utopia. Es ist als Journal gedacht, das die LeserInnen durch ein ganzes Jahr begleitet. Für jede Woche gibt es zwei Doppelseiten: Eine Doppelseite mit Anregungen für umweltbewusstes Verhalten; hinzu kommt einmal im Monat ein Impuls zur persönlichen Entwicklung. Plus eine Doppelseite mit viel Platz zum Reinschreiben oder Zeichnen, auf der man Reflexionen zu einem Thema, Erfahrungen und Notizen festhalten kann.

Das Erscheinen dieses Buchs trifft einerseits zusammen mit „Fridays for Future“ und den daraufhin noch unzulänglich gründenden Maßnahmen zum Klimaschutz seitens der Bundesregierung, andererseits mit dem Nachhaltigkeitsbestreben und der therapeutischen Praxis von Franz. Deshalb interessiert mich die Wechselbeziehung zwischen der Idee zum Buch und dem Prozess seiner Umsetzung.

Du hast das Buch ja zusammen mit Utopia.de geschrieben. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande? Und wie ist das abgelaufen?

Die ursprüngliche Idee – ein Journal mit Fokus auf Nachhaltigkeit – hatten der oekom Verlag und Utopia.de. Utopia hat mich Autor dazugeholt, die kannten mich, weil ich in den letzten Jahren öfter Beiträge für sie geschrieben bzw. redigiert hatte. In den Gesprächen mit dem Lektorat und Utopia habe ich dann das Thema „persönliches Wachstum“ als roten Faden durch das Journal vorgeschlagen und das Buchkonzept entsprechend erweitert.

Nachdem alle Seiten damit einverstanden waren, habe ich zusammen mit Utopia Nachhaltigkeitsbeiträge aus dem riesigen Fundus von Utopia ausgewählt. Die Utopia-Beiträge habe ich für das Buch, wo nötig, aktualisiert und überarbeitet. Parallel dazu habe ich die Wachstumsimpulse sowie die Texte für die Mitmachseiten geschrieben. Mitmachseiten sind die Journalseiten, auf denen die LeserInnen Reflexionen, Erfahrungen mit den Impulsen, Gedanken und mehr festhalten können.

Wieso verknüpfst du in dem Buch Nachhaltigkeit und persönliches Wachstum?

Das Thema des Buches ist nachhaltiges Leben. Und zwar ganzheitlich gedacht: Nachhaltiges Leben bedeutet zum einen, verantwortungsvoll und achtsam mit der Welt umzugehen, in der wir leben. Zum anderen bedeutet es, verantwortungsvoll und achtsam mit uns selbst umzugehen. Auf uns und unsere Bedürfnisse zu achten und diese in Einklang mit den Bedürfnissen unserer Umwelt zu leben. Für mich geht das eine nicht ohne das andere.

Was genau meinst du denn mit persönlichem Wachstum? Das klingt irgendwie auch nach Selbstoptimierung. Wie passt das zu nachhaltigem Leben?

Persönliche Weiterentwicklung bedeutet für mich nicht Selbstoptimierung. Ganz im Gegenteil: Ziel der Wachstumsimpulse in meinem Buch ist Selbstakzeptanz. Mich so sein lassen, wie ich bin, mich so akzeptieren, wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen. Und genau dadurch wachsen, zu mir stehen, mit mir ins Reine kommen.

Auf dem Weg dahin geht es im Buch darum,

  • loszulassen, was mir nicht guttut;
  • zu erkennen, wie ich mich und meine Handlungsmöglichkeiten einschränke;
  • einschränkende Überzeugungen loszulassen und neue, stärkende Überzeugungen entwickeln;
  • meine Wünsche und Bedürfnisse ernst nehmen;
  • neue Gewohnheiten (Habits) entwickeln, die mich dabei unterstützen, im Alltag meinen Werten entsprechend zu handeln.

Du schlägst in dem Buch ganz viele Dinge vor, die man tun kann, um nachhaltiger zu leben. Lebst Du das alles selbst schon?

Nein, nicht alles. Das Journal ist auch nicht als Liste gedacht: „So wirst Du nachhaltig von A bis Z“. Und es ist auch nicht als Liste gedacht, die man komplett abarbeiten muss, um nachhaltig zu leben. Es sind Vorschläge, es sind Schritte hin zu einem nachhaltigeren Leben.

Bei mir konkret sieht es so aus, dass ich Schwierigkeiten habe, meinen Plastikverbrauch spürbar einzuschränken. Ich versuche, so weit es geht, Produkte zu kaufen, die nicht aus Plastik bestehen bzw. keine Plastikverpackung haben. Aber da gibt es einfach Grenzen in normalen Läden und auch in Bioläden: Kauf mal Kekse ein, die nicht verpackt sind, oder Eiscreme.

Auch beim Thema Minimalismus und Loslassen komme ich an meine Grenzen. Zumindest was Bücher und Musik-CDs anlangt. Die werden bei mir immer mehr statt weniger.

Dieses Buch gibt also eine ganzheitliche Sicht auf den Menschen und seine Verbundenheit mit der Umwelt wieder und zeigt Wege auf, sich beim Ausprobieren des nachhaltigen Lebens ernst zu nehmen und weiterzuentwickeln. – Danke für Deine Offenheit beim Blick auf Dich selbst, Franz! So kenne ich Dich: nichts beschönigend 😉

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

]]>
https://www.schwarzaufweiss-internet.de/franz-grieser-nachhaltiges-leben-bedeutet-auch-verantwortungsvoll-und-achtsam-mit-mir-selbst-umzugehen-interview-von-evelyn-kuttig/feed 0
Wie ich dazu kam, Regine Normanns Märchen ins Deutsche zu übersetzen https://www.schwarzaufweiss-internet.de/wie-ich-dazu-kam-regine-normanns-maerchen-ins-deutsche-zu-uebersetzen https://www.schwarzaufweiss-internet.de/wie-ich-dazu-kam-regine-normanns-maerchen-ins-deutsche-zu-uebersetzen#respond Wed, 11 Sep 2019 14:50:54 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5928 […]]]> Als ich vor drei Jahren in einer Broschüre über die Vesterålen zum ersten Mal den Namen Regine Normann las, ahnte ich noch nicht nicht, wie sehr mich diese norwegische Schriftstellerin und ihr Heimatort einmal in ihren Bann ziehen würden …

Bø auf den Vesterålen: Blick vom Berg in der Nähe der Sinahula, in der Regine Normann ihre Manuskripte versteckte – Fotografin © Dörte Giebel
Regine Normann – Quelle © Rolf Normann Svendsen

Serine (Sina) Regine Normann (1867–1939) war die erste Frau aus Nordnorwegen, die als Schriftstellerin in ganz Norwegen Erfolge feierte. Sie wuchs in Bø auf den Vesterålen auf – und erfuhr am eigenen Leib, wie beschwerlich und entbehrungsreich das damalige Leben auf dieser abgelegenen Inselgruppe 300 Kilometer nördlich des Polarkreises war: Als Fünfjährige wurde sie nach dem Tod ihres Vaters zu entfernten Verwandten gegeben, weil die Mutter es allein nicht schaffen konnte, fünf Kinder durchzubringen. Wie sehr sie als Kind und Jugendliche darunter litt, dass sie keine Möglichkeit hatte, an Bücher heranzukommen, beschrieb sie viele Jahre später in einem Zeitungsartikel, den ich ins Deutsche übersetzt habe. Direkt nach ihrer Konfirmation begann Regine Normann, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, und verdingte sich als Kindermädchen beim Pastor. Mit 17 ging sie eine arrangierte Ehe mit einem 21 Jahre älteren Glöckner und Lehrer ein. Sie begann gegen den Willen ihres Ehemanns zu schreiben und versteckte ihre Manuskriptseiten in einer Berghöhle.

Mit Ende zwanzig brach Regine Normann endlich aus ihrer unglücklichen Ehe aus; ihr gelang in einer Nacht- und Nebelaktion die Flucht nach Kristiania (Oslo), wo sie eine Ausbildung als Lehrerin begann und anschließend – neben ihrer Schriftstellerei – bis zu ihrer Pensionierung als Lehrerin arbeitete. Um ihre Scheidung zu finanzieren, gab sie ihren ersten Roman heraus, und wurde damit landesweit bekannt. In den literarischen Kreisen der Hauptstadt war sie schnell gut vernetzt und pflegte unter anderem eine enge Freundschaft mit der Literaturnobelpreisträgerin Sigrid Undset. Viele ihrer Bücher spielen in Nordnorwegen und setzen sich kritisch mit der Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft auseinander. Ihre beiden Märchenbücher sind in Norwegen bis heute mehrfach neu aufgelegt worden. In Deutschland blieb Regine Normann jedoch quasi unentdeckt, lediglich ihr Debütroman erschien damals auch auf Deutsch.

Am Grab von Regine Normann – Foto © Dörte Giebel

Seit drei Jahren reise ich mittlerweile auf den Spuren von Regine Normann durch Norwegen – nach Tromsø, wo ihr Privatarchiv aufbewahrt wird, nach Oslo in die Nationalbibliothek, um ihre Zeitungsartikel zu lesen und um an der Sofienberg Skole und ihrer Wohnung vorbeizugehen, nach Stensland an ihr Grab – und natürlich nach Bø auf den Vesterålen. Dort war ich inzwischen schon fünf Mal, sommers wie winters, und lasse mich jedes Mal wieder davon begeistern, wie sehr die Menschen in Bø „ihre“ Märchenerzählerin verehren. Im Museum des Ortes ist ein kompletter Raum mit Fotos und Texten von ihr hergerichtet. Die Höhle, in der sie damals ihre Manuskripte versteckte, ist heute nach ihr benannt.

Außerdem organisieren die Bøfjerdinger (so nennen sich die Menschen dort) jedes Jahr Ende Juli mit großem ehrenamtlichen Engagement die Reginedagan (Reginetage) – ein einwöchiges Festival mit Veranstaltungen für groß und klein. Im Mittelpunkt stehen dabei ihre Märchen, für die sie bis heute in Norwegen bekannt ist. Regine Normann erzählte nämlich ihren Schülern regelmäßig selbst erdachte Geschichten und feilte auf diese Weise über viele Jahrzehnte an ihren Kunstmärchen, bevor sie sie 1925 und 1926 in zwei Bänden veröffentlichte.

Nachdem mein Entschluss feststand, Regine Normann nach Deutschland zu holen, indem ich ihre wichtigsten Bücher ins Deutsche übersetze, begann ich, zweigleisig zu fahren: Zum einen bin ich – nach wie vor – auf der Suche nach einem Verlag für ihre sozialkritischen und stark autobiografisch geprägten Romane, die aus meiner Sicht bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben.

Zum anderen habe ich jetzt einen ersten Schwung ihrer Märchen übersetzt und bei Books on Demand herausgegeben. Dafür musste ich niemanden um Erlaubnis fragen, denn Regine Normann ist schon vor über 70 Jahren gestorben, somit sind ihre Texte mittlerweile gemeinfrei. Es hat viel Freude bereitet, ihre Märchen zu übersetzen. Vor der Kulisse der typischen Landschaft Nordnorwegens bestehen Mädchen wie Jungen aufregende Abenteuer und bekommen dabei Unterstützung von sprechenden Tieren und Wesen aus der Zwischenwelt. Zusätzlich zu den acht Märchen enthält das Buch „Märchen aus dem Land der Mitternachtssonne“ auch noch ein ausführliches Nachwort von Liv Helene Willumsen, die über Regine Normanns Werk promovierte und eine Biografie über die Schriftstellerin geschrieben hat. Auf diese Weise bekommen alle deutschsprachigen Leserinnen und Leser erstmals einen Einblick in das Leben und das schriftstellerische Werk einer wirklich beeindruckenden Frau.

Zum Schluss noch ein Tipp für Oslo-Reisende: Seit zwei Jahren hängt an der Hauswand in der Stensgate 3 eines der bekannten blauen Schilder – zu Ehren von Regine Normann, die dort fast 30 Jahre lang gewohnt hat. Ja, so weit geht meine Begeisterung für diese Schriftstellerin, dass ich eigens eine Online-Spendenaktion ins Leben rief, um dieses Schild sowie ein weiteres in ihrem Geburtsort auf den Vesterålen zu finanzieren…

Enthüllung des blauen Schildes in Oslo im August 2017: Ich überreiche dem Bürgermeister von Bø, Sture Pedersen, einen Scheck für das zweite Gedenkschild auf den Vesterålen – Foto © Anne C. Eriksen

 

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

 

]]>
https://www.schwarzaufweiss-internet.de/wie-ich-dazu-kam-regine-normanns-maerchen-ins-deutsche-zu-uebersetzen/feed 0
Meine Abenteuer beim Übersetzen, 25: Ich habe Gedichte übersetzt! https://www.schwarzaufweiss-internet.de/meine-abenteuer-beim-uebersetzen-24-wie-ich-einmal-einen-bestseller-nicht-uebersetzt-habe https://www.schwarzaufweiss-internet.de/meine-abenteuer-beim-uebersetzen-24-wie-ich-einmal-einen-bestseller-nicht-uebersetzt-habe#comments Sun, 28 Jul 2019 20:10:27 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5894 […]]]> Ich habe Gedichte übersetzt

 

Und das tu ich selten. Ich meine jetzt nicht kleine Verse, die in einem Prosatext auftauchen und mitübersetzt werden müssen. Die sind dann aber von der poetisch ebenso wenig befähigten Verfasserin des Prosawerkes und von dieser Güte: „Die Zeit mit dir war viel zu kurz. Die Krankheit ist ein mieser Furz.“ Ich lege hier Wert auf die Feststellung, dass Versmaß, Reim und die Intention des Ausgangsverses perfekt beibehalten wurden, was nicht immer gelingt.

Das ist es eben gerade. Gedichte sind so schwierig, entweder reimen sie sich, dann dürfen sie aber in der Übersetzung nicht nach „Reim dich oder ich fress dich“ klingen. Oder sie sind in einem komplizierten Versmaß, haben einen zeilenübergreifenden Rhythmus, und zudem haben wir ja alle in der Schule gelernt, dass „der Dichter“ uns was sagen will und sich bei jedem Wort etwas denkt. Im Leben nach der Schule haben wir dann gelernt, dass das meiste, was wir in der Schule gelernt haben, kompletter Unsinn war, und dieses Wissen ist auch beim Gedichteübersetzen eine Hilfe.

Hier geht es nun um Gedichte aus der Stadt Bergen. Bergen ist Norwegens zweitgrößte Stadt, liegt an der Westküste, schaut aufs offene Meer, war schon eine große Handelsmetropole, als die heutige Hauptstadt Oslo noch ein Kuhkaff war (so sieht es aus Bergenser Sicht aus). Mehrere Jahrhunderte lang haben sich die dortigen Kaufleute um Aufnahme in die Hanse beworben, kamen aber über den Bewerberstatus nie hinaus. 1392 segelte Klaus Störtebeker in den Hafen, ging mit seinen Likedeelern an Land, blieb ungefähr eine halbe Stunde und legte schnell vor der Abreise noch alles in Schutt und Asche. Warum, ist bis heute unbekannt. Unbekannt ist auch, warum die Leute in Bergen und um Bergen herum das R nicht rollen, wie in vielen anderen Gegenden Norwegens. Eine Behauptung ist, das hätten sie so von den norddeutschen Kaufleuten übernommen, aber in den niederdeutschen Dialekten wurde damals das R auch noch gerollt. Wir sehen, Bergen ist eine Stadt voller Geheimnisse.

Und deshalb wird dort natürlich auch gedichtet. In Bergen lebt Cecilie Løveid, die Gedichte schreibt, Schauspiele, vor allem vielfach preisgekrönte Hörspiele … und auch Prosa, ein bisschen von ihr wurde auch übersetzt, viel zu wenig, das ist aber schon lange her, viel zu lange. Als Cecilie Løveid vor einigen Jahren fragte, ob ich ihr Gedicht „Strafe“ übersetzen könnte, wollte ich natürlich ausrufen: Nein! Das kann ich nicht! Poesie ist viel zu schwierig!, aber ich weiß nicht mal, ob ich das nicht zugeben wollte oder ob mich die Herausforderung reizte. Jedenfalls: Ich hab es versucht. Und alle waren zufrieden, vor allem die Dichterin.

Nun aber, weil Norwegen Gastland der Frankfurter Buchmesse ist und die Hauptstadt Oslo gewaltig wichtig tut, wollte Bergen klarstellen, dass sie auch noch da sind. Und deshalb gibt es zur Buchmesse ein Buch mit „12 literarischen Stimmen aus Bergen“. Das sind die Stimmen: Henning H. Bergsvåg, Carina Elisabeth Bedari, Tomas Espedal, Gunnhild Øyehaug, Frode Grytten, Fredrik Hagen, Cesilie Holck, Hildegunn Dale, Pedro Carmona-Alvarez, Katrine Heiberg, Siw-Anita Kirketeig, Yngve Pedersen, Erlend O. Nødtvedt und Cecilie Løveid (in der Reihenfolge ihres Auftretens), und nun fragte Cecilie Løveid, ob ich ihre Gedichte übersetzen wollte. Und ob ich wollte! Es geht vor allem darin um einen Umzug, man kann das auch alles im übertragenen Sinn und bildlich verstehen, muss aber nicht, und es gibt so grandiose Sätze wie: „Wir sind zu dem Punkt im Leben gekommen, wo wir es nicht mehr nötig haben, Schwimmfüße zu waschen, ehe wir sie einpacken“. Es kommt auch ein Wichtel vor, der im Möbelwagen hock, und hier geriet ich ins Nachdenken. Ist es ein Wichtel, ein Zwerg, ein Kobold, es gibt noch ungefähr ein Dutzend weiterer Möglichkeiten, bei Jacob Grimm sind sie alle aufgeführt und definiert, und als studierte Volkskundlerin legte ich Wert auf die korrekte Bezeichnung. Aber das hier ist Poesie, keine  Feldstudie. Und also ist es viel wichtiger, was sich die Autorin vorgestellt hat! Die Autorin kann ziemlich gut Deutsch und meinte, ob nicht Zwerg oder Schlumpf eine Möglichkeit seien. Ich beschrieb, was für Assoziationen sich mit Zwerg und Schlumpf verbinden und hatte meinen Auftritt als Wichtel-Advokatin. Es blieb beim Wichtel. Und Cecilie Løveid sagte: „Unglaublich, was alles in einem Wort liegen kann.“ Sie als gefeierte Poetin muß das schließlich wissen!

Das Wichtelgedicht steht im Buch. Und auch das Gedicht „Strafe“ (in dem es darum geht, welche Strafe für den Massenmörder Anders Bering Breivik wirklich angemessen wäre). Und bei den anderen, die für dieses Buch übersetzt haben, ist eine ganz neue Übersetzerin dabei: Pia Camphausen, und es freut mich wahnsinnig, unsere Namen gleich hintereinander zu lesen, weil wir nämlich verwandt sind, und so bleibt alles in der Familie.

Das Buch: Hinter dem Regen. 12 literarische Stimmen aus Bergen. Hrsg. von Bergen Kommune, www.bergen.kommune.no

 

Cecilie Løveid auf Deutsch:

Sog oder das Meer unter den Brettern, Claassen Verlag, 1984

und: Dame mit Hermelin, Popa Verlag, 1986, beide übersetzt von Astrid Arz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

]]>
https://www.schwarzaufweiss-internet.de/meine-abenteuer-beim-uebersetzen-24-wie-ich-einmal-einen-bestseller-nicht-uebersetzt-habe/feed 3
Annette Schwindt: „Es geht zuerst um Menschen und Gespräche“ – Interview von Evelyn Kuttig https://www.schwarzaufweiss-internet.de/interview-annette-schwindt https://www.schwarzaufweiss-internet.de/interview-annette-schwindt#respond Sat, 06 Jul 2019 13:41:10 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5870 […]]]> Auf Annette Schwindt und ihre verschiedenen Tätigkeiten bin ich via Facebook aufmerksam geworden. Gefragt, was sie denn beruflich mache, antwortet sie in der Regel: „Ich mach was mit Schreiben.“ Das kann sich in digitalen und gedruckten Texten äußern, in Beratungen für (meist digitale) Kommunikation, als Dokumentation oder als Fachlektorat. Letzteres hat sie gerade für ein Buch über WordPress beendet, also über das Content Management System, das ich hier auch benutze. Deshalb habe ich sie zum Interview gebeten – über dieses Buch, ihre Arbeit überhaupt und wie es dazu gekommen ist. Ich freue mich sehr darüber, dass wir uns spontan zu diesem Gespräch verabreden konnten.

Hallo, Annette, schön, dass Du Dich zu diesem Interview bereiterklärt hast. Was ist das denn nun genau für ein Buch, das Du fachlektoriert hast und wann erscheint es?

Cover von Einstieg in WordPress 5 von PEter Müller, erschienen bei Rheinwerk Verlag

Hallo, Evelyn und Dank für die Einladung! Das Buch heißt „Einstieg in WordPress 5“, Autor ist der wunderbare Peter Müller, und erschienen ist es in sowohl gedruckter als auch digitaler Form bereits Ende Juni im Rheinwerk Verlag.

Da WordPress sich ja momentan komplett umbaut, was zum Jahreswechsel mit der Einführung des Block-Editors angefangen hat, eignet sich das Buch nicht nur – wie der Titel schon sagt – für Einsteiger in WordPress, sondern auch für Umsteiger vom alten zum neuen Editor. Peter Müller erklärt Schritt für Schritt, wie das neue System funktioniert und wie man es richtig nutzt.

Dies war jetzt meine dritte Zusammenarbeit mit Peter zum Thema WordPress. Denn zur Vorgängerversion WordPress 4 war das Buch bereits in zwei Auflagen erschienen, die ich ebenfalls als Fachgutachterin begleitet habe. Wir machen das jetzt seit 2015. Da WordPress mit der Veröffentlichung des Blockeditors aber ewig gebraucht hat, verzögerte sich die Arbeit am neuen Buch immer wieder. Jetzt ist es endlich da!

Du selbst warst ja Autorin bei O’Reilly Verlag, wo Du u.a. den Bestseller „Das Facebook-Buch“ veröffentlicht hast. Wie kam es denn zu der Zusammenarbeit mit Peter Müller?

Naja, eigentlich ist Peter überhaupt daran schuld, dass ich mich so viel online bewege. Unsere Geschichte fängt schon viel früher an, nämlich bei einem digitalen Dokumentationsprojekt, das ich 2003 gestartet hatte (ist inzwischen nicht mehr online). Damals hatte ich noch keine Ahnung von HTML und Co. und war für die vernünftige Codierung der Projektwebsite auf einen der Teilnehmer angewiesen. Als er ein paar Jahre später keine Zeit mehr hatte, sich um die Website zu kümmern, musste ich übernehmen. Dazu empfahl er mir ein Buch samt Video-Tutorial namens „Little Boxes“ von einem gewissen Peter Müller.

So lernte ich HTML und CSS, also wie man Websites per Hand baut – und wie man so etwas erklärt, dass andere es gut verstehen. Fähigkeiten, die ich auch für andere zum Einsatz brachte, bis ich irgendwann – wie ich mich erinnere zunächst widerstrebend – zu WordPress wechselte. Mein 2008 gestartetes Blog „In Sachen Kommunikation“ nahm dank Sharing in Twitter und Co. schnell Fahrt auf. Und was nur mal eine Artikelserie von zehn Beiträgen zu Facebook werden sollte, wurde bald zu meiner Hauptbeschäftigung und drei Auflagen (eigentlich acht Ausarbeitungen) des Facebook-Buchs von 2010 bis 2014 sowie einem Buch über das inzwischen wieder verendete Google+ in 2013.

Irgendwann währenddessen erhielt ich auf mehreren sozialen Netzwerken die Benachrichtigung, dass mir jetzt ein Peter Müller folgen würde. DER Peter Müller?! Wir fingen an, uns zu unterhalten und es stellte sich heraus, dass er mit meinem Buch bei Facebook eingestiegen war. So wie ich damals ins Website-Bauen mit seinen „Little Boxes“! Außerdem zeigte er Blogartikel von mir bei seinen Social-Media-Schulungen, wenn er den Leuten Facebook erklärte.

Screenshot der ersten Skype-Sitzung von Annette Schwindt und Peter Müller (mit Annettes Facebook-Buch)

Es entwickelte sich ein beständiger Austausch und schließlich kam er mich auch besuchen, nachdem er zu Galileo, inzwischen Rheinwerk Verlag hier bei mir in Bonn gewechselt war. Bei einem dieser Besuche stellte er mir und meinen damaligen Mitarbeiterinnen dann die Idee zu einem Einsteigerbuch für WordPress vor und bat mich, ihn als Fachlektorin zu begleiten.

Das ist ja eine tolle Geschichte! Und wie läuft das dann ab, wenn Ihr an so einem Buch arbeitet?

Für gewöhnlich bespricht Peter erst mal die Konzeption mit dem Verlag und ein Zeitrahmen wird gesetzt. Peter ist ein unglaublich disziplinierter Schreiber! Sobald er ein Kapitel oder einen längeren Text fertig hat, steckt er ihn in die Cloud, wo ich ihn mir dann runterlade, lese und Anmerkungen dazu hineinschreibe, die ich dann wieder in die Cloud stelle, wo er sie sich rausholt.

Das geht von Ergänzungen und Rückfragen bis zu dezidierter Kritik, was mir bei Peter auch den augenzwinkernden Spitznamen Annabelle eingebracht hat. Frei nach Reinhard Mey „Annabelle, komm sei so gut/Mach meine heile Welt kaputt“. Denn es kann schon mal vorkommen, dass ganze Kapitel umstrukturiert oder neu geschrieben werden müssen. Ich mache allerdings nur inhaltliche Anmerkungen zur Sache. Die sprachliche Korrektur macht der Verlag.

Wir arbeiten dabei rein digital zusammen, d.h. er in Groningen (Niederlande) auf seinem Mac, ich in Bonn (Deutschland) auf meinem Laptop. Die Hauptsache passiert im pdf-Format via Dropbox, kleinere Sachen oder auch mal kleine Neckereien via Whatsapp und größere Besprechungen via Skype oder Facetime.

Analog trefft Ihr Euch gar nicht?

Doch, aber nur zwischen den Zusammenarbeiten, wenn einer gerade in der Nähe des anderen ist. Analog wie digital kommen wir dabei vom Hölzchen aufs Stöckchen und führen lange Gespräche. So ist Peter ist ein guter Freund geworden, mit dem ich nicht nur in guten Zeiten einen regen Austausch habe.

Annette Schwindt und Peter Müller

Ich habe auch mit anderen Leuten digital Gespräche angefangen, die dann auch analog zu guten Freunden wurden. Frei nach meinem Motto „Es geht zuerst um Menschen und Gespräche, erst dann um Technik“. So eng wie mit Peter ist es aber selten. Da haben sich einfach die beiden richtigen Nerds gefunden. 😉

Arbeitest Du außer mit Peter auch noch mit anderen Autoren zusammen und das immer im Bereich digitales Sachbuch?

Es muss nicht immer Sachbuch sein. Es kann auch Belletristik sein, wenn es dabei um etwas geht, das mich interessiert, oder bei dem ich mich auskenne.

So habe ich 2017 die Romanautorin Heike Wanner bei ihrem Projekt „Du + ich = Liebe“ begleitet. Darin geht es um die Beziehung zwischen zwei jungen Erwachsenen, die mit verschiedenen Widrigkeiten im Leben klarkommen müssen. Bei der jungen Frau ist es die Familie, bei ihrem Freund die Neuorientierung nach einem Unfall und dessen Folgen. Da ich mich durch meinen Mann und einige Bekannte und Freunde mit dem Thema Querschnittlähmung auskenne, konnte ich sie in dieser Hinsicht beim Schreiben begleiten und Fragen beantworten.

Mit Peter wird es bestimmt noch andere Projekte geben, was aber nicht heißt, dass ich nicht offen für weitere Kooperationen wäre. 😉 Ich arbeite ja auch sonst viel mit Buchmenschen zusammen.

Liebe Annette, ich danke Dir für dieses offene Gespräch und wünsche Dir noch viele schöne Projekte!

© Bilder von Annette und Peter: Annette Schwindt
Buchcover: Rheinwerk Verlag

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

]]>
https://www.schwarzaufweiss-internet.de/interview-annette-schwindt/feed 0