Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig https://www.schwarzaufweiss-internet.de Grafikdesign und Projektmanagement Mon, 29 Jul 2019 17:30:44 +0000 de-DE hourly 1 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-favicon-32x32.jpg Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig https://www.schwarzaufweiss-internet.de 32 32 Meine Abenteuer beim Übersetzen, 24: Wie ich einmal einen Bestseller nicht übersetzt habe! https://www.schwarzaufweiss-internet.de/meine-abenteuer-beim-uebersetzen-24-wie-ich-einmal-einen-bestseller-nicht-uebersetzt-habe https://www.schwarzaufweiss-internet.de/meine-abenteuer-beim-uebersetzen-24-wie-ich-einmal-einen-bestseller-nicht-uebersetzt-habe#comments Sun, 28 Jul 2019 20:10:27 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5894 […]]]> Eine Frage kommt bei Lesungen unvermeidlich: „Wie kommen Sie denn an die Übersetzungen?“ Diese Frage wird hier und jetzt nicht beantwortet, denn es gibt so viele Möglichkeiten, „an eine Übersetzung zu kommen“, daß eine lange, verworrene Antwort nötig wäre. Und hier soll es ja um den nicht-übersetzten Bestseller gehen. Damit verhielt es sich so. Es ist vier Jahre her, da fragte ein Verlag, über den ich wirklich nur Gutes sagen kann, ob ich ein Buch übersetzen könnte. Sie hatten zwei norwegische Titel eingekauft, die sollten gleichzeitig erscheinen, müßten also gleichzeitig übersetzt werden, und ich sollte mir einen aussuchen.

Ich hatte beide nicht gelesen. Aber von Lajla Rolstad, die das eine Buch geschrieben hatte, hatte ich einen phantastischen Steam-Punk-Roman gelesen. Der Titel, übersetzt: „Der Nekronaut“, zeigt doch schon, daß es große Lektüre war. Leider fand sich kein deutscher Verlag für dieses Meisterinnenwerk, was ich absolut nicht begreifen konnte. Es stellte sich dann heraus, daß das norwegische Publikum so gar keinen Sinn für Steampunk hat, deshalb hatte ihr dortiger Verlag die arme Lajla Rostad gebeten, doch lieber etwas anderes zu schreiben. Um dieses „andere“ ging es also. Aber ich dachte, ist bestimmt auch gut, eine Frau, die den „Nekronaut“ geschrieben hat, schreibt kein schlechtes Buch. Das andere Buch, wie gesagt, kannte ich nicht, nie von dessen Autorin gehört.

Lajla Rolstad – © btb Verlag

Und dann kam noch eine Mail von einer norwegischen Bekannten. Ihre Freundin Lajla Rolstad habe ein Buch geschrieben, das einen deutschen Verlag gefunden habe, und sie würde sich so freuen, wenn ich übersetzte.

Jack London – © Wikipedia Commons

Kurzum, gab es einen Grund, da ich mir schon eins aussuchen mußte, nicht das Buch von Lajla Rolstad zu nehmen? Es ist auch wunderbar. Es handelt von einer Autorin, die einen Steampunk-Roman geschrieben hat, und deren Verlag sie bittet, doch mal was leichter Verkäufliches zu schreiben. Sie findet dann einen Job in Kanada, soll auf einer abgelegenen Insel einhüten, und obwohl ihr zugesagt worden ist, daß sie dort nicht allein sein würde, haben sich die anderen alle abgesetzt. Da sitzt sie dann und kommt auf den Geschmack und erforscht die Wildnis, lernt seltsame, spannende und total langweilige Leute kennen (von der Sorte, wie wir sie an jeder Bushaltestelle treffen und nicht gerade in einem Reservat im Wilden Westen erwarten …), es ist die perfekte Lektüre für alle, für die Jack London der erste bewußt wahrgenommene Autor war, und also, es war ein Vergnügen, dieses Buch zu übersetzen.

Dann war die Übersetzung fertig, und es passierte – nichts. Bestimmt hatte der Verlag gute Gründe, es erst mal liegen zu lassen, und irgendwann hatte ich die Hoffnung aufgegeben, je das fertige Buch in der Hand zu halten.

Aber 2019 ist Norwegen Gastland der Frankfurter Buchmesse, es gibt wunderbar viele Bücher aus Norwegen, und die Verlagsentscheidung erweist sich als klug und umsichtig. Denn Lajla Rolstad teilt mit, voller Freude, weil sie bald ihr übersetzes Buch in der Hand halten kann, daß sie zwei neue Bücher fast fertig hat. Nämlich eine Fortsetzung ihres Kanadabuches „Wolfsinsel“ (ihr seht schon, Jack London!), und einen zweiten Steam-Punkroman, denn der unvergessene „ Nekronaut“ war als Trilogie gedacht. (Lajla Rostad hat ihre Examensarbeit im Fach Literaturwissenschaft über Bram Stoker geschrieben, da weiß sie doch, was sie tut!)

Und wenn sich also die „Wolfsinsel“ so gut verkauft, wie sie das verdient hat, muß der Verlag doch weitermachen und mich mehr von dieser wunderbaren Autorin übersetzen lassen.

Das ist das Buch: Lajla Rolstad: Wolfsinsel. btb Verlag, 288 S., 10 Euro

Das andere Buch aber, das ich nicht übersetzt habe, weil ich mich ja entscheiden mußte, erschien genau zu dem ursprünglich geplanten Zeitpunkt. Ihr kennt es alle: Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen.

 

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

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Annette Schwindt: „Es geht zuerst um Menschen und Gespräche“ – Interview von Evelyn Kuttig https://www.schwarzaufweiss-internet.de/interview-annette-schwindt https://www.schwarzaufweiss-internet.de/interview-annette-schwindt#respond Sat, 06 Jul 2019 13:41:10 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5870 […]]]> Auf Annette Schwindt und ihre verschiedenen Tätigkeiten bin ich via Facebook aufmerksam geworden. Gefragt, was sie denn beruflich mache, antwortet sie in der Regel: „Ich mach was mit Schreiben.“ Das kann sich in digitalen und gedruckten Texten äußern, in Beratungen für (meist digitale) Kommunikation, als Dokumentation oder als Fachlektorat. Letzteres hat sie gerade für ein Buch über WordPress beendet, also über das Content Management System, das ich hier auch benutze. Deshalb habe ich sie zum Interview gebeten – über dieses Buch, ihre Arbeit überhaupt und wie es dazu gekommen ist. Ich freue mich sehr darüber, dass wir uns spontan zu diesem Gespräch verabreden konnten.

Hallo, Annette, schön, dass Du Dich zu diesem Interview bereiterklärt hast. Was ist das denn nun genau für ein Buch, das Du fachlektoriert hast und wann erscheint es?

Cover von Einstieg in WordPress 5 von PEter Müller, erschienen bei Rheinwerk Verlag

Hallo, Evelyn und Dank für die Einladung! Das Buch heißt „Einstieg in WordPress 5“, Autor ist der wunderbare Peter Müller, und erschienen ist es in sowohl gedruckter als auch digitaler Form bereits Ende Juni im Rheinwerk Verlag.

Da WordPress sich ja momentan komplett umbaut, was zum Jahreswechsel mit der Einführung des Block-Editors angefangen hat, eignet sich das Buch nicht nur – wie der Titel schon sagt – für Einsteiger in WordPress, sondern auch für Umsteiger vom alten zum neuen Editor. Peter Müller erklärt Schritt für Schritt, wie das neue System funktioniert und wie man es richtig nutzt.

Dies war jetzt meine dritte Zusammenarbeit mit Peter zum Thema WordPress. Denn zur Vorgängerversion WordPress 4 war das Buch bereits in zwei Auflagen erschienen, die ich ebenfalls als Fachgutachterin begleitet habe. Wir machen das jetzt seit 2015. Da WordPress mit der Veröffentlichung des Blockeditors aber ewig gebraucht hat, verzögerte sich die Arbeit am neuen Buch immer wieder. Jetzt ist es endlich da!

Du selbst warst ja Autorin bei O’Reilly Verlag, wo Du u.a. den Bestseller „Das Facebook-Buch“ veröffentlicht hast. Wie kam es denn zu der Zusammenarbeit mit Peter Müller?

Naja, eigentlich ist Peter überhaupt daran schuld, dass ich mich so viel online bewege. Unsere Geschichte fängt schon viel früher an, nämlich bei einem digitalen Dokumentationsprojekt, das ich 2003 gestartet hatte (ist inzwischen nicht mehr online). Damals hatte ich noch keine Ahnung von HTML und Co. und war für die vernünftige Codierung der Projektwebsite auf einen der Teilnehmer angewiesen. Als er ein paar Jahre später keine Zeit mehr hatte, sich um die Website zu kümmern, musste ich übernehmen. Dazu empfahl er mir ein Buch samt Video-Tutorial namens „Little Boxes“ von einem gewissen Peter Müller.

So lernte ich HTML und CSS, also wie man Websites per Hand baut – und wie man so etwas erklärt, dass andere es gut verstehen. Fähigkeiten, die ich auch für andere zum Einsatz brachte, bis ich irgendwann – wie ich mich erinnere zunächst widerstrebend – zu WordPress wechselte. Mein 2008 gestartetes Blog „In Sachen Kommunikation“ nahm dank Sharing in Twitter und Co. schnell Fahrt auf. Und was nur mal eine Artikelserie von zehn Beiträgen zu Facebook werden sollte, wurde bald zu meiner Hauptbeschäftigung und drei Auflagen (eigentlich acht Ausarbeitungen) des Facebook-Buchs von 2010 bis 2014 sowie einem Buch über das inzwischen wieder verendete Google+ in 2013.

Irgendwann währenddessen erhielt ich auf mehreren sozialen Netzwerken die Benachrichtigung, dass mir jetzt ein Peter Müller folgen würde. DER Peter Müller?! Wir fingen an, uns zu unterhalten und es stellte sich heraus, dass er mit meinem Buch bei Facebook eingestiegen war. So wie ich damals ins Website-Bauen mit seinen „Little Boxes“! Außerdem zeigte er Blogartikel von mir bei seinen Social-Media-Schulungen, wenn er den Leuten Facebook erklärte.

Screenshot der ersten Skype-Sitzung von Annette Schwindt und Peter Müller (mit Annettes Facebook-Buch)

Es entwickelte sich ein beständiger Austausch und schließlich kam er mich auch besuchen, nachdem er zu Galileo, inzwischen Rheinwerk Verlag hier bei mir in Bonn gewechselt war. Bei einem dieser Besuche stellte er mir und meinen damaligen Mitarbeiterinnen dann die Idee zu einem Einsteigerbuch für WordPress vor und bat mich, ihn als Fachlektorin zu begleiten.

Das ist ja eine tolle Geschichte! Und wie läuft das dann ab, wenn Ihr an so einem Buch arbeitet?

Für gewöhnlich bespricht Peter erst mal die Konzeption mit dem Verlag und ein Zeitrahmen wird gesetzt. Peter ist ein unglaublich disziplinierter Schreiber! Sobald er ein Kapitel oder einen längeren Text fertig hat, steckt er ihn in die Cloud, wo ich ihn mir dann runterlade, lese und Anmerkungen dazu hineinschreibe, die ich dann wieder in die Cloud stelle, wo er sie sich rausholt.

Das geht von Ergänzungen und Rückfragen bis zu dezidierter Kritik, was mir bei Peter auch den augenzwinkernden Spitznamen Annabelle eingebracht hat. Frei nach Reinhard Mey „Annabelle, komm sei so gut/Mach meine heile Welt kaputt“. Denn es kann schon mal vorkommen, dass ganze Kapitel umstrukturiert oder neu geschrieben werden müssen. Ich mache allerdings nur inhaltliche Anmerkungen zur Sache. Die sprachliche Korrektur macht der Verlag.

Wir arbeiten dabei rein digital zusammen, d.h. er in Groningen (Niederlande) auf seinem Mac, ich in Bonn (Deutschland) auf meinem Laptop. Die Hauptsache passiert im pdf-Format via Dropbox, kleinere Sachen oder auch mal kleine Neckereien via Whatsapp und größere Besprechungen via Skype oder Facetime.

Analog trefft Ihr Euch gar nicht?

Doch, aber nur zwischen den Zusammenarbeiten, wenn einer gerade in der Nähe des anderen ist. Analog wie digital kommen wir dabei vom Hölzchen aufs Stöckchen und führen lange Gespräche. So ist Peter ist ein guter Freund geworden, mit dem ich nicht nur in guten Zeiten einen regen Austausch habe.

Annette Schwindt und Peter Müller

Ich habe auch mit anderen Leuten digital Gespräche angefangen, die dann auch analog zu guten Freunden wurden. Frei nach meinem Motto „Es geht zuerst um Menschen und Gespräche, erst dann um Technik“. So eng wie mit Peter ist es aber selten. Da haben sich einfach die beiden richtigen Nerds gefunden. 😉

Arbeitest Du außer mit Peter auch noch mit anderen Autoren zusammen und das immer im Bereich digitales Sachbuch?

Es muss nicht immer Sachbuch sein. Es kann auch Belletristik sein, wenn es dabei um etwas geht, das mich interessiert, oder bei dem ich mich auskenne.

So habe ich 2017 die Romanautorin Heike Wanner bei ihrem Projekt „Du + ich = Liebe“ begleitet. Darin geht es um die Beziehung zwischen zwei jungen Erwachsenen, die mit verschiedenen Widrigkeiten im Leben klarkommen müssen. Bei der jungen Frau ist es die Familie, bei ihrem Freund die Neuorientierung nach einem Unfall und dessen Folgen. Da ich mich durch meinen Mann und einige Bekannte und Freunde mit dem Thema Querschnittlähmung auskenne, konnte ich sie in dieser Hinsicht beim Schreiben begleiten und Fragen beantworten.

Mit Peter wird es bestimmt noch andere Projekte geben, was aber nicht heißt, dass ich nicht offen für weitere Kooperationen wäre. 😉 Ich arbeite ja auch sonst viel mit Buchmenschen zusammen.

Liebe Annette, ich danke Dir für dieses offene Gespräch und wünsche Dir noch viele schöne Projekte!

© Bilder von Annette und Peter: Annette Schwindt
Buchcover: Rheinwerk Verlag

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

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Bürokratismus nach Vergabe eines einmaligen viertägigen Minijobs: Betriebsprüfung https://www.schwarzaufweiss-internet.de/buerokratismus-nach-vergabe-viertaegiger-minijob-betriebspruefung https://www.schwarzaufweiss-internet.de/buerokratismus-nach-vergabe-viertaegiger-minijob-betriebspruefung#comments Tue, 04 Jun 2019 21:17:53 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5267 […]]]> Der Bürokratismus, der mich zweieinhalb Jahre nach der Vergabe eines einmaligen, auf vier Tage beschränkten Minijobs für die Auszugsrenovierung aus dem Büro ins Homeoffice ereilte, ist Thema dieses Blogbeitrags. Ich wurde im Februar 2018 von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund Berlin mit der Ankündigung einer Betriebsprüfung nach § 28p Abs. 1 des Vierten Buches des Sozialgesetzbuches (SGB IV) überrascht und belehrt, dass solch eine Prüfung der Arbeitgeber von Minijobbern seit 2010 zur Routine der Deutschen Rentenversicherung im Auftrag der gesetzlichen Unfallversicherung gehört. Der Betriebsprüfdienst ist eine gesetzliche Aufgabe der Deutschen Rentenversicherung, der sie alle vier Jahre (!) nachzukommen hat.

Zu gerne wüsste ich, wieviele einzelkämpferisch arbeitende FreiberuflerInnen davon betroffen sind!

Paragraphen-Irrgarten
Verrennen im Paragraphen-Dickicht –  Foto © Reimund Bertrams auf Pixabay

Oktober 2015 bis April 2016: die Minijob-Abwicklung

Für die Renovierung des gekündigten Büros engagierte ich einen älteren Maler, der wegen seiner Rente gerne als Minijobber angemeldet werden wollte. Ich entsprach seinem Wunsch, holte mir wegen der Sozialversicherung eine Betriebsnummer bei der Bundesagentur für Arbeit, meldete seine Tätigkeit bei der Minijob-Zentrale und der Berufsgenossenschaft wegen der Unfallversicherung unter der alten Anschrift an, gab nach dem Umzug allen involvierten Behörden meine neue Anschrift bekannt, machte Meldung über die Beendigung des Jobs an die Minijob-Zentrale und bei der Berufsgenossenschaft. Gleichzeitig hatte ich beschlossen, meine freiwillige Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft zu kündigen.

Der Maler arbeitete vom 27. bis 30. Oktober 21,5 Stunden und erhielt 300 €, also deutlich mehr als den damals gültigen Mindestlohn von 8,50 €/Stunde. Zusätzlich wurden von der Minijob-Zentrale eine Umlage für Mutterschutz sowie eine Insolvenzumlage von insgesamt 1,35 € erhoben.

Für dieses Procedere benötigte ich beinahe 14 Tage, worüber ich schon auf dem Blog in zwei Beiträgen im November und Dezember 2015 berichtete. Die Berufsgenossenschaft verlangte erst im April 2016 einen Beitrag für die Unfallversicherung in Höhe von 48,04 € und wegen meiner zeitgleichen Kündigung im Oktober 2015 wie immer rückwirkend den letzten freiwilligen Jahresbeitrag für 2015.

Februar und November 2018: die Betriebsprüfung

Abweichend vom oben zitierten Betriebsprüfdienst hieß es im ersten Anschreiben von der DRV Bund Berlin im Februar 2018 – schon zweieinhalb Jahre nach der Minijob-Abmeldung – „nach § 28p Abs. 1 SGB IV in Verbindung mit den Vorschriften der Beitragsverfahrensordnung (BVV) sind die Rentenversicherungsträger verpflichtet, mindestens alle 4 Jahre bei den Arbeitgebern zu prüfen, ob diese ihre Pflichten nach diesem Gesetz erfüllen …
Die Prüfverpflichtung betrifft auch Arbeitgeber, die ausschließlich geringfügig Beschäftigte haben.
Seit dem Jahr 2010 prüfen die Rentenversicherungsträger im Auftrag der gesetzlichen Unfallversicherung gemäß § 166 Abs. 2 SGB VII in Verbindung mit § 28p Abs. 1b SGB IVfür Zeiten ab dem 01.01.2009 die Beiträge zur Unfallversicherung.“

Mir wurde aus Berlin eine Betriebsprüfung für 2019 avisiert, doch schon im November 2018, also 3 Jahre nach der Minijob-Vergabe wurde diese von der DRV Bund Bremen (zuständig für Niedersachsen) folgendermaßen eingeleitet:
„Wir prüfen insbesondere folgende Bereiche:
• die Richtigkeit der Beitragszahlungen und der Meldungen zur Sozialversicherung einschließlich eines ausreichenden Insolvenzschutzes bei Wertguthabenvereinbarungen, der Umlagen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz sowie der Insovenzgeldumlage für die Zeit vom 01.01.2015 bis 31.12.2018
• die Abgaben und Meldepflichten nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz für die Zeit vom 01.01.2014 bis 31.12.2018“

Unkompliziert konnte ich zwar per Mail und Telefonaten klären, was einzureichen ist, eine Fristverlängerung bewirken, doch ansonsten haben die Mitarbeiterinnen der Deutschen Rentenversicherung meine Schilderungen und Fragen zum Procedere rund um einen Minijob nicht verstanden (oder nicht verstehen wollen) und sind den Antworten ausgewichen. Im Dezember übersandte ich
a) das Formular „Betriebsrüfung SGB IV“ mit 7 Belegen aus 2015 und
b) das Formular „Abgabepflicht KSVG“ mit Tabelle und 1 Beleg aus 2014 (es handelte sich um die sehr günstige Anfertigung der Porträts von mir für meine Website).
Ich erwähnte im Begleitschreiben zu den Formularen: „Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mir bestätigen könnten, dass die Überprüfung dieser beiden einmaligen Vorkommnisse abschließend ist und ich hinsichtlich dieses für beide Seiten überdimensionierten Aufwands von weiteren Prüfungen entbunden bin.“

Im Februar erhielt ich 2 Bescheide von der DRV Bund Berlin mit Bezug auf die Bremer Erhebung, doch in keinem wurde auf meinen Einwand oder Wunsch eingegangen:
zu a) zur Betriebsprüfung, Prüfzeitraum vom 27.10.2015 bis 30.10.2015:
„… die von uns in Stichproben durchgeführte Prüfung führte im gesamten Prüfzeitraum zu keinen Feststelllungen hinsichtlich des Gesamtsozialversicherungsbeitrages.“
zu b) zur Künstlersozialabgabe, Prüfzeitraum vom 01.01.2014 bis 31.12.2015:
„… die stichprobenweise durchgeführte Prüfung hat folgende Feststellungen ergeben: Es besteht für Sie im Prüfzeitraum keine Abgabenpflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetzt (GSVG).“

Fazit: Überreglementierung – Bürokratismus

Definition nach Gabler Wirtschaftslexikon: „Übersteigerung der Bürokratie, die zum Selbstzweck wird und ihre interne Organisation gegenüber den eigentlichen Zielen und Zwecken in den Vordergrund stellt.“
Nachgeschlagene Synonyme: Pedanterie, Engstirnigkeit, Formalismus, Beamtenherrschaft, Wasserkopf.

Ich stelle den Sinn von Betriebsprüfungen (Abgaben-Prüfungen) keinesfalls in Frage, doch sollten sie dem Grund nach angemessen sein und zudem nicht unbegründet endlos fortgesetzt werden können. Wie uneindeutig zu lesen ist, drohen sie mir nun „alle vier Jahre“ oder „mindestens alle 4 Jahre“! Damit wird nur Zeit, Kraft … und Geld verschwendet, auch auf Seiten der Beitragszahler. Wie schon erwähnt: Zu gerne wüsste ich, wieviele einzelkämpferisch arbeitende FreiberuflerInnen davon betroffen sind!
Jedenfalls scheint es so, als wäre es für mich betriebswirtschaftlich und regenerierend sinnvoller gewesen, einen Malerei-Fachbetrieb zu beauftragen, der zwar mehr gekostet hätte, allerdings gravierend weniger meiner Zeit mit überbordenden bürokratischen Akten beansprucht hätte, so dass ich mich deutlich weniger verausgabt hätte.

Der Zufall wollte es, dass nahezu zeitgleich der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. (VGSD) in einem Newsletter auf die Berliner Werner Bonhoff Stiftung aufmerksam machte, die eine Fallsammlung offeriert und zudem „wehrhafte Selbstständige“ mit einem erheblichen Preisgeld auszeichnet: „Die Werner-Bonhoff-Stiftung möchte Selbstständige ermutigen, bürokratische Hürden nicht einfach stumm hinzunehmen, sondern sich zu wehren und so auch für andere eine Verbesserung zu erreichen oder zumindest nachhaltig auf einen Verbesserungsbedarf hinzuweisen.“

In der Pressemitteilung der Werner Bonhoff Stiftung vom 13.12.2018 wird u.a. Sinn und Zweck der Stiftung beschrieben:

„Die Gewinner des Werner-Bonhoff-Preises bereichern mit ihren Praxisfällen in besonderem Maße das Herzstück des Stiftungsprojektes ,Bürokratie-Therapie‘: die einzigartige Online-Fallsammlung. Diese bietet mit ihren 200 Fällen wertvolles Lehr- und Anschauungsmaterial für Betroffene, aber auch für die Verwaltung …

Im Mitmachprojekt ,Bürokratie-Therapie‘ teilen Selbständige, Gründer und Unternehmer ihre Probleme mit staatlicher Bürokratie mit der Werner Bonhoff Stiftung, indem sie uns ihre Erfahrungen schildern. Unser Stiftungsteam prüft diese Berichte, wertet sie juristisch aus und bereitet sie als Fälle für unsere Online-Fallsammlung fachgerecht auf. Mit dieser stellen wir eine unabhängige Plattform zur Verfügung, die konkrete Kritik verstärkt und für alle sichtbar macht. Lernprozesse werden so ,von unten‘ angestoßen, der unternehmerische Nachwuchs vor entsprechenden Hürden gewarnt und Verwaltungen und Gesetzgeber zu besseren Leistungen angespornt. Herausragende Fälle würdigt sie seit 2006 mit dem ‚Werner-Bonhoff-Preis-wider-den-§§-Dschungel‘, der mit 50.000 € dotiert ist.

Durch ihre konstruktive Kritik am Handeln von unterschiedlichen Behörden zeigen sie notwendige Verbesserungen auf, welche für eine Vielzahl von anderen Betroffenen bedeutsam ist.“

Dem bin ich nachgekommen und habe diesen Vorgang wie gewünscht in wenigen Sätzen auf der Website der Werner Bonhoff Stiftung geschildert.

Wo liegt der Fehler?

Ratlosigkeit
Foto © Evelyn Kuttig

Ich möchte immer noch wissen, wo der Fehler liegt, dass diese Endlosschleife bestehen bleibt. Habe ich irgendeine Abmeldung versäumt? Kann ich als nur mutmaßliche Arbeitgeberin diesen Dauerzustand kündigen? Deshalb recherchierte ich, fand aber keine Antwort … Ich gestehe, dass ich die „feinen“ Unterschiede wohl bemerke, aber anwendungsmäßig nicht verstehe, und weiterführend sind sie allemal nicht …

Minijob-Zentrale: „Kurzfristige Minijobs sind von vornherein auf bestimmte Zeitgrenzen festgelegt – auf den Verdienst Ihres Minijobbers kommt es nicht an.“ – Das war es in meinem Fall, oder?

Haufe: „Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn diese an nicht mehr als 70 Arbeitstagen oder drei Monaten (90 Kalendertage) innerhalb eines Kalenderjahres ausgeübt wird. Eine kurzfristige Beschäftigung ist in allen Sozialversicherungszweigen versicherungsfrei.“ – Das war es dann wohl nicht, oder?

AOK: „Die Unständigkeit einer Beschäftigung bezieht sich nicht auf ein bestimmtes Berufsbild, sondern auf die tatsächliche Kurzzeitigkeit der jeweiligen Beschäftigung und die daraus erwachsenden Statusunterbrechungen (BSG, 27.04.2016 – B 12 KR 17/14 R).
Die Beschränkung auf weniger als eine Woche bezieht sich nicht auf eine Kalenderwoche, sondern auf eine Beschäftigungswoche …
Es handelt sich also um Personen, die Beschäftigungen von sehr kurzer Dauer verrichten und die daher kein festes Arbeitsverhältnis haben und mal hier, mal dort mit wechselnden Arbeiten beschäftigt sind (BSG, 27.04.2016 – B 12 KR 16/14 R).“

Haufe: „Unständige Beschäftigungen sind Arbeitsverrichtungen/-einsätze von sehr kurzer Dauer, die jeweils getrennt voneinander vereinbart werden. Diese unterscheiden sich voneinander vom Inhalt und Zweck und erschöpfen sich nach ihrer jeweiligen Erfüllung, ohne auf einander folgende Tätigkeiten abzuzielen oder diese zur Folge zu haben. Das Rechtsverhältnis zwischen Arbeitgeber und unständig Beschäftigtem entsteht also von unständiger Beschäftigung zu unständiger Beschäftigung immer wieder neu.“ – Tut es auch ein einmaliger Vertrag wie in meinem Fall?

ebd.: „Eine geringfügige Beschäftigung kann auf zwei Arten gegeben sein: Beträgt das Entgelt nicht mehr als 450 Euro/Monat, gilt eine Beschäftigung als geringfügig entlohnt (sog. Minijob). Ist die Beschäftigung von vornherein vertraglich oder nach ihrer Art und Weise auf nicht mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres begrenzt, handelt es sich um eine kurzfristige Beschäftigung.“ – Entspricht einem Minijob, aber keinem kurzfristigen.

Die „Bürokratie-Therapie“ der Werner Bonhoff Stiftung ist überzeugend, und ich werde sie weiterhin praktizieren. Ich freue mich, wenn mein Beitrag in dieser Hinsicht etwas bei LeserInnen an Widerfahrenem in Erinnerung rufen und Reaktion auslösen würde.

Aktualisierung: 20. Juni 2019

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Ich durfte über Märchen schreiben https://www.schwarzaufweiss-internet.de/ich-durfte-ueber-maerchen-schreiben https://www.schwarzaufweiss-internet.de/ich-durfte-ueber-maerchen-schreiben#respond Mon, 06 May 2019 14:15:03 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5733 […]]]> Genauer gesagt, über norwegische Märchen. Und das gleich doppelt! Dabei sind die Märchen, die wir in den üblichen norwegischen Märchensammlungen finden, eigentlich recht konservativ. Die Märchenhelden, ob Prinz oder dritter Bauernsohn (der, dem niemand etwas zutraut), ziehen auf Abenteuer aus und bekommen das halbe Königreich und die Prinzessin als Zugabe. Die Prinzessin wird nicht gefragt. Wenn eine Frau in einem norwegischen Märchen aktiv werden darf, dann sehr oft als Strafe. In dem in der Märchenforschung „Der Tierbräutigam“ genannten Märchen zum Beispiel (die Fassung der Brüder Grimm heißt „Das singende, klingende Löweneckerchen“) muss sie ein Ungeheuer heiraten, das sich dann in dunkler Nacht anfühlt wie ein schöner junger Mann. Er verbietet ihr aber, Licht zu machen, was sie natürlich doch tut, weil sie ihn in seiner wahren Gestalt sehen möchte. Daraufhin verläßt er sie – und sagt ihr noch, wenn sie nur ausgehalten hätte, hätte sie ihn erlösen können, aber sie hat nun mal nicht, und nun muß sie einmal um die Welt irren, um ihn zu finden und von der neuen Braut loszueisen. Aber von selbst auf Abenteuer gehen? Das tut eine norwegische Märchenfrau nicht.

Und das hat seinen Grund. Die Sammler nämlich. Die Sammler, die im 19. Jahrhundert in Norwegen über die Dörfer zogen und Märchen aufzeichneten, waren allesamt seriöse Herren, meistens zudem Pastoren, und die hatten so ihre Vorstellungen davon, daß das Weib in der Gemeinde und am besten auch überall sonst zu schweigen hat. Also ließen sie sich Märchen vor allem von Männern erzählen, veröffentlichten sie dann oft erst, nachdem sie alles umgeschrieben hatten, was ihren strengen Auffassungen von Sitte und Moral widersprach.

Mark Asadowski – © Folklore Fellows Communications

Aaaaaber. „Vom persönlichen Geschmacke eines jeden Erzählers hängt die Wahl der Märchen aus dem Vorrate ab, welcher in der betreffenden Gegend sich erhalten hat.“ Das schreibt Mark Asadowskij, einer der Begründer der modernen Märchenforschung, die den leicht irreführenden Namen Märchenbiologie hält. In seiner wegweisenden Studie über eine sibirische Märchenerzählerin weist er nach, wie die Erzählerpersönlichkeit den Märchenstoff mit eigenen Zutaten anreichert, und daß es große Unterschiede geben kann, abhängig davon, ob wir es eben mit einem Erzähler oder einer Erzählerin zu tun haben. In Norwegen kam diese Art von Märchenforschung mit großer Verspätung an, was sicher viele Gründe hat. Einer war, daß Norwegen noch nicht lange unabhängig war, als Asadowskij und andere ihre Forschungsergebnisse vorstellten, und die Märchen wurden als „typisch norwegisch“ zur Nationsbildung gebraucht.

Olea Crøger – © Wikicommons

Seit einigen Jahren aber ist das ganz anders, es wird untersucht, wer damals Märchen erzählt hat, und welche Fassungen die Sammler notiert haben. Oder die Sammlerinnen. Plötzlich wird Olea Crøger (1801–1855) entdeckt, die erste Person, die in Norwegen überhaupt Märchen sammelte, eine Auswahl ihrer Märchen erschien aber erst an die 150 Jahre nach ihrem Tod. Sie hat, anders als die erwähnten Pastoren, vor allem mit Erzählerinnen gesprochen. Und Märchen notiert, die absolut von dem abweichen, was dann als typisch norwegische Märchen bekannt wurde. Zum Beispiel dieses hier. Wobei noch gesagt werden muss, dass es wie immer auch von diesem Märchen allerlei Varianten gibt, und auch der Schluß kann je nach dem Geschmacke der Erzählersin unterschiedlich ausfallen. Mal taucht doch noch der Prinz auf, und die Heldin muß mit ihm gehen, weil er die älteren Rechte hat, wird aber ihres Lebens nicht mehr froh, mal arrangieren sie sich zu dritt, aber meistens endet es so wie hier erzählt.

Es war also einmal eine Königstochter, um die warb ein Königssohn aus einem anderen Land, und sie wollte ihn auch. Ihre Eltern aber meinten, sie sei noch zu jung, die jungen Leute sollten noch sieben Jahre mit der Hochzeit warten. Um sich die Zeit zu vertreiben, fuhr der Königssohn zur See, doch nach den sieben Jahren kehrte er nicht zurück. Alle hielten ihn für tot, nur die Königstochter wollte das nicht glauben, sie ließ sich ein Schiff ausstatten und machte sich auf die Suche. Sie fand ihn auch auf einer einsamen Insel, wo er Schiffbruch erlitten hatte, und nun hätten sie heimkehren und glücklich miteinander leben können bis ans Ende ihrer Tage, doch nein! Auf der Rückreise machten sie Station auf einer weiteren kleinen Insel, sie brauchten Wasser und Früchte, und sie gingen an Land, um beides zu holen. Sie das Wasser, er das Obst. Dabei verirrte sich der Königssohn, und außerdem war er müde und legte sich erst mal zum Schlafen nieder, und da lag er dann und sah so schön aus, daß eine zufällig vorüberschwimmende Meerfrau sich nicht beherrschen konnte und ihn mitnahm.

Als er nicht zurückkehrte, war die Königstochter natürlich verzweifelt, und da sie ihn nicht finden konnte, glaubte sie nicht an einen Unfall, sondern meinte, er habe sich die Sache anders überlegt und sie verlassen. Als verschmähte Braut wollte sie aber nicht nach Hause zurückkehren, deshalb bestieg sie ihr Schiff und fuhr erst einmal weiter. Um sich weiteren Ärger mit den Männern zu ersparen, verkleidete sie sich nun aber als Mann. Und sie kam in ein Königreich, wo der König von einem bösen Feind belagert wurde. Der König war total beeindruckt, als da ein junger Fremder ankam und seine Dienste anbot, übertrug dem jungen Fremden das Oberkommando über das Heer, und der böse Feind wurde vernichtend geschlagen. Nach alter Sitte sollte der siegreiche Held die Prinzessin und das halbe Königreich bekommen. Nun war guter Rat teuer. „Was soll ich mit einem halben Königreich“, sprach der Kriegsheld, „lasst mich meiner Wege ziehen und anderswo neue Heldentaten verbringen!“ Doch der alte König sagte: „Die andere Hälfte bekommst du ja nach meinem Tod, und mit einem ganzen Königreich kann man schon eine Menge anfangen.“ Dagegen ließ sich nichts einwenden, und der gute Rat wurde immer teurer. Der Kriegsheld begab sich nun zu der Prinzessin und bat um ein Wort unter vier Augen. Und dort gestand er ihr die Wahrheit: „Ich bin gar kein Kriegsheld, ich bin nämlich eine Frau.“ Doch die Prinzessin sagte: „Dann nehme ich dich noch einmal so gern.“ Und die Hochzeit wurde mit großem Prunk gefeiert, und die beiden lebten glücklich miteinander, und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie heute noch.

Ein wirklich märchenhaft schöner Schluß, oder? Das Märchen durfte ich übersetzen für das Buch „111 Gründe, Norwegen zu lieben“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf).

Und mehr zum Thema norwegische Märchen und Märchenheldinnen in dem frisch erschienenen Buch „Mit Espen Aschenbengel zu neuen Abenteuern im Land der Trolle“ von Ase Birkenheier (Hamouda Verlag), zu dem ich ein ausführliches Vorwort schreiben durfte!

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

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Skandinavischer Bücherfrühling in Hamburg – von Bianca Jarske https://www.schwarzaufweiss-internet.de/skandinavischer-buecherfruehling-in-hamburg-von-bianca-jarske https://www.schwarzaufweiss-internet.de/skandinavischer-buecherfruehling-in-hamburg-von-bianca-jarske#respond Mon, 15 Apr 2019 08:25:19 +0000 https://www.schwarzaufweiss-internet.de/?p=5698 […]]]> Frühlingserwachen

… im Buchhandel überhaupt

Wenn draußen die ersten Sonnenstrahlen die Erde wärmen und erste grüne Stengel aus dem Boden sprießen, dann erwacht auch der Buchhandel wieder langsam nach dem kräftezehrenden Weihnachtsgeschäft aus seinem kurzen Winterschlaf.

Die Leipziger Buchmesse im März lockt die Leserinnen und Leser mit frischem Lesestoff aus ihren Ecken und Höhlen; Ostern liefert den Frühjahrsgeschenkeanlass für Bücher aller Couleur für groß und klein, für jung und alt. Alles erwacht voll neuer Energie, neue Bestseller werden geboren, alte Klassiker frisch aufgelegt, Jungautoren und Erstlingswerke kämpfen sich beharrlich aus dem Dunkel ans Licht.

… und speziell im Jussi,

dem kleinem Krimi-Buch-Café in Hamburg am Lehmweg – spezialisiert auf skandinavische Literatur – zieht zu dieser Zeit im Jahr der Frühling ein. Die Terrassenmöbel werden abgestaubt, frisches Blumenwerk ziert jeden freien Winkel und kunterbunte Kissen und Polster laden zum Verweilen an der Sonne ein.

Bücher und Café © Bianca Jarske
Durchs Café zu den Büchern

Und im Inneren locken farbenfrohes Interieur und natürlich brandneues Lesefutter aus den skandinavischen Ländern. Vom zarten neuen Autorenpflänzchen bis hin zu jungen Trieben altbekannter Dauerblüher finden sich hier alle Facetten des abwechslungsreichen Krimi-Genres. Für die kleinen Entdecker hält Jussi eine immer frische Blütenpracht skandinavischer Kinderbücher parat – ein nicht enden wollender Frühlingsreigen von Kindheitserinnerungen.

Krimi-Regale © Bianca Jarske
Krimi-Regale

Jussi Buchhandlung, Kinderzimmer © Bianca Jarske
Jussis Kinderzimmer

So viel Frühlingsenergie macht hungrig, aber auch daran hat Jussi gedacht. Eine leckere Auswahl selbstgebackener Kuchen, Kaffee- und Kaltgetränke versüßen jeden Ausflug in den Bücherfrühling Skandinaviens!

Website und Öffnungszeiten:

Di–Fr von 15.00 bis 19.00 Uhr
Sa von 10.00 bis 19.00 Uhr
So von 14.00 bis 18.00 Uhr

Folge 6 vom Börsenblatt zu „Deutschlands schönste Buchhandlungen“, veröffentlicht am 10.12.2015:

Fotos © Bianca Jarske

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

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