Social Web und Social Media – (m)ein Lernprozess

„Ich denke, also bin ich.“
„Ich denke, also bin ich.“ René Descartes, 1641

Noch vor einigen Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal in multikultureller Zusammenarbeit mit anderen Dienstleistern und Herstellern für den Unternehmensauftritt und die Ausstattung einer Tankstellenkette in Ghana sorgen würde.

Viele Jahre davor kam ich wie die Jungfrau zum Kind als Grafikerin zur Redaktionsarbeit. Ich lernte als Chefredakteurin, über ein gemeinsames Interesse die eigene Motivation mit der anderer zusammenzuführen, gegenseitig Neuigkeiten, Wissens- und Nachdenkenswertes auszutauschen und Neugierde zu erzeugen, damit eine Zeitschrift entsteht, die mit Begeisterung gelesen wird.

So ist es eigentlich mit allen meinen Arbeitsprodukten. Denn ich verkaufe nichts Vorgefertigtes, das ich vertreibe. Ich bin Kreative, die stets Neues schöpft oder Bestehendes modifiziert, Netzwerkerin und Botschafterin. Und so landete ich schließlich nach einem Lernprozess beim kommunikationsintensiven Social Media.

••• Social Web (Vernetzung)

Im Internet und Social Web tummelte ich mich bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich nur zu Recherchezwecken. Einer Einladung zu XING (damals noch Open BC) folgte ich zwar schon 2005, konnte aber mit dem Angebot nichts anfangen!

Was hatte mich ab- und ferngehalten? Überwiegend erschöpfte sich die Kommunikation, die ich las und bei der ich Beteiligung suchte, in Selbstdarstellungen. Es kamen keine Gespräche zustande. Fragen blieben unbeantwortet. Mir erschien alles so anonym, vieles nur selbstgefällig. Ich netzwerkte ohnehin ausgiebig Face-to-Face vor Ort und bundesweit. Was sollte dann noch dieser Zeitfresser?

Bis ich bei XING von Christine Reguigne, Inhaberin der Rätselschmiede, zu den Desperate Workwives eingeladen wurde. Meine Initiation! Endlich entspann sich Austausch. Gegenseitige Aufmerksamkeit und Anteilnahme erwecken das Geschriebene zum Leben! Ich ging auf Entdeckungsreise, tauchte in viele weitere Gruppen ein und stellte fest, dass XING einen Wandlungsprozess vollzogen hatte. Allmählich fokussierte ich mich auf das Thema „Unternehmenskommunikation im Internet“.

Mittlerweile bin ich zudem bei Google+, Twitter, Linkedin, Pixabay, Facebook und in einigen Blogs aktiv. Das Social Web bedingt Austausch im Social Media. Nur nicht verzetteln …

••• Social Media als Freiberuflerin (Austausch, Geben und Nehmen)

Nach dem Besuch von einigen hundert Webinaren – überwiegend zu Social Media, Internetmarketing, Contentmanagement, Storytelling und Pressearbeit im Internet – hatten mich gute Argumente und Beispiele davon überzeugt, dass die Social Media-Kommunikation für Dienstleister und Unternehmen als Marketingmaßnahme zur Auftragsaqkuise unumgänglich geworden ist. Nebenbei gewann ich viele AnsprechpartnerInnen. Es beim netzwerkenden Austausch im realen Leben zu belassen, reicht heutzutage nicht mehr aus, um sich zu positionieren, was mir manche Akquisemaßnahme in der Vergangenheit verdeutlichte. Folglich startete ich im Januar meine Website und ab Mai mit dem Blog. Eine wirkungsvolle Visitenkarte!

Wie schön! Blogartikel können im Gegensatz zu Mails nicht in den Papierkorb geworfen und auf Nimmerwiedersehen gelöscht werden … Wenn die Anonymität überwunden, Neugierde geweckt, Vertrauen aufgebaut und Gemeinsamkeit gefunden ist, ist Zusammenarbeit möglich. Der Kanal für das Anfragen und das nähere Kennenlernen ist da.

Die Notwendigkeit von Unternehmenskommunikation im Internet wird völlig zu Recht propagiert, doch umgesetzt wird sie in Deutschland immer noch, wie vielfach nachzulesen ist, von Dienstleistern und KMU nur recht zögerlich. (An die 20 % haben sogar noch keine Website.) Diesen Umstand bestätigen mir Gespräche in meinem Umfeld, in dem zwar viel im Internet gelesen wird, aber Social Media zum Auftreten auf Ablehnung stößt. Dabei beißt die Maus keinen Faden ab, dass Akquisepotential, Reputation, Wertschätzung und Empfehlungen verschenkt werden, wenn nicht im Social Media mitgemischt wird.

Wie schon erwähnt, ich bin Kreative, Netzwerkerin, Botschafterin und mit dem Bloggen nun überdies Multiplikatorin. – Die Themen tauchen im Alltag auf. Schreiben ist für mich schon immer ein Akt der Selbstreflexion, den ich zumeist auf losen Zetteln pflege. Ein Fundus. Social Media drängt mich zum Austausch. Lesen verbindet. Austausch bereichert … Ich bin mir sicher, dass sich Zusammenarbeit ergeben wird.

••• Ich freue mich auf Ihre/Eure Meinungen und Erfahrungen

Sind Sie/bist Du im Social Web unterwegs?
Nutzen Sie/nutzt Du Social Media?
Wie beurteilen Sie/beurteilst Du die Resonanz auf Ihre/Deine Aktivitäten?

 

Foto: pixabay – Lucida (Evelyn Kuttig)

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