Wenn Bücher sich nicht übersetzen lassen

„Da hält der Teufel seinen Schwanz drauf“ (vergessene Redensart) … Das Jugendbuch „Ilmiid Gaskas“ von der samischen Autorin Máret Ánne Sara, in dessen Geschichte über aktuelle politische Eingriffe vom norwegischen Staat in die samische Lebensweise mit märchenhaften Figuren erzählt wird, ist bisher auf norwegisch und englisch erschienen. Die Übersetzerin Gabriele Haefs konnte trotz intensiver Recherchen und Gespräche für eine Übertragung vom Samischen ins Deutsche noch keine Übersetzerin oder Übersetzer finden.
Máret Ánne Sara, auch bildende Künstlerin, deren Bruder Jovsset Ánte, als junger Rentierzüchter wegen Eingriffen in die Existenzgrundlagen der Samen gegen den norwegischen Staat klagt, stellt derzeit die Gerichtsurteile neben ihren Installationen auf der Dokumenta in Kassel aus.

Gabriele Haefs, Übersetzerin und Autorin – interviewt von Evelyn Kuttig

Gabriele Haefs ist auch Gastautorin auf diesem Blog mit Berichten aus ihrem Arbeitsalltag, von besonderen Ereignissen und außergewöhnlichem Geschehen. Sie führt nach meinem Empfinden ein turbulentes Leben, das sie voll im Griff hat. Als es noch den Newsletter des Bücherfrauen e.V. gab, dessen Redaktionsleitung und Gestaltung mir oblag, führte Andrea C. Busch, Autorin und Übersetzerin, eine viel zu […]

Lest die Klassiker IV – Ivar Arosenius

Beim Übersetzen gibt es bekanntlich den wunderbaren Augenblick, wenn ein Lieblingsbild oder ein Lieblingsbuch im zu übersetzenden Text auftritt – und das ist besonders schön, wenn der eigentliche Text öde und dröge ist und sich dahinzieht wie ein böses Jahr. (Wenn das in einem schönen Buch passiert, ist es aber noch besser.) Zum Lieblingsbild gehört der […]

Lest die Klassiker III – Eric Linklater

Beim Übersetzen gibt es manchmal den wunderbaren Augenblick, wenn ein Lieblingsbild oder ein Lieblingsbuch im zu übersetzenden Text auftritt – und das ist besonders schön, wenn der eigentliche Text öde und dröge ist und sich dahinzieht wie ein böses Jahr. Aber in diesem Glücksmoment glaube ich, die Autorin hat dasselbe gesehen wie ich, dasselbe erkannt […]

Ich gucke mir bei der Arbeit über die Schulter: Überlegungen zu Wörtlichkeit und Nähe – von Karen Nölle

Dass Bücher übersetzen mehr ist als bloßes Abschreiben in einer neuen Sprache, hat sich rumgesprochen. Längst nicht alle Wörter lassen sich eins zu eins übertragen. Sie können mehrdeutig sein, ironisch, zur Erzeugung von Klang oder Rhythmus eingesetzt. Selbst „wörtlich“ verwendet, stellen sie die Übersetzerin vor eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ob zum Beispiel das englische Wort […]