Zeichnung von Stephanie Hanel aus dem Künstlerinnen-Buch, die ein Kunstwerk von Rachel Whiteread auf der Insel Governors Island zeigt
Teil 4: Das Buch kommt auf die Welt
Ja, und dann kam dieser merkwürdige Moment, an dem alle Daten an die Druckerei versandt sind und sich nichts mehr ändern lässt. So sehr man diesen Moment während all der langen Entstehungsmonate auch herbeisehnt: Wenn er dann da ist, ist einem doch etwas mulmig zumute und man hat das Gefühl, als ob die Schlussphase im Zeitraffer vergangen sei. Doch kurz darauf fing die Reise des Buches in die Welt an – und ich konnte mich über verschiedenste Besprechungen freuen.
Allerdings möchte ich an dieser Stelle gerne etwas abkürzen und nur eine, besonders aufregende, Würdigung des Künstlerinnen-Buches erwähnen: das Radio-Feature des ARD-Studios New York von Felicia Holtkamp. Zum einen war es natürlich super aufregend, noch in der ersten Woche des Erscheinens des Buches, vom ARD-Studio New York kontaktiert zu werden. Zum anderen dann ein Interview zu geben und die technischen Finessen dabei zu meistern, vor allem aber das wunderbare Ergebnis zu hören! Das Interview diente nur dazu, um einzelne Ausschnitte daraus in die Live-Reportage der Journalistin hineinzuschneiden, sprich: Ich konnte nicht wissen, was da kommen würde. Ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich da saß und mächtig gerührt war, dass mich Frau Holtkamp sozusagen zurück nach New York brachte, indem sie die geschilderten Orte selbst besuchte und Passant:innen nach ihren Eindrücken zu den Werken befragte.
Ihr Weg führte sie nach Governors Island und zum Kunstwerk von Rachel Whiteread, wo sie einen Spaziergänger darauf aufmerksam machte. Weiter ging es zur Börse und zum Fearless Girl. Hier erzählte ein kleines Mädchen, dass es sich gut anfühlt, neben einem anderen Mädchen zu stehen, das so stark ist. Und die Krönung: Der Papa sagt, er sei Feminist. Ja, genau, es fühlte sich an wie ‚wenn Träume wahr werden‘, was ich da zu hören bekam. Leider, leider, leider, darf ich das Feature ja nicht posten, aber es wurde von einigen Radiosendern gesendet, und vielleicht haben sich ja noch mehr Menschen über die O-Töne aus New York und die großartige Stimmung, die das Feature transportierte, gefreut.
Und was ist aus der Eichhörnchen-Geschichte geworden? Sie hatte dann im nächsten Jahr ihren Auftritt! Über das Entstehen dieses Selfpublishing-Buches habe ich einige Beiträge für meine Website verfasst. Dabei versuchte ich, festzuhalten, was bei den einzelnen Schritten beachtet werden muss und wie die Zusammenarbeit mit den Lektorinnen, der Illustratorin und der Herstellerin lief. Diese vier BücherFrauen halfen mir, Eichhörnchen Mira, ihrem Taubenfreund Kenny, Lissy Labrador und allen anderen Gestalt zu geben und sie ins beste Licht zu rücken. Und ich konnte mit der fiktiven Geschichte noch einmal meine geliebte Neighborhood in Brooklyn zum Leben erwecken. Bis die Tage erst einmal – und vielleicht auf ein Wiederlesen auf Evelyns feinem Blog!

Ein Beitrag zum Thema „Buchherstellung“, Schwarzaufweiss Evelyn Kuttig

